Blogreihe: "Blickwinkel Arthrose" osteopathische und naturheilkundliche Behandlung von Arthrose. Teil 1

Die Arthrose kann ja nicht mehr besser werden!

Das ist eine oft formulierte Tatsache

meiner Patienten vor einer osteopathischen Therapie.

Dazu vermuten oder glauben viele meiner Patienten, dass die Arthrose die Ursache für Ihre Schmerzen sei. Eine aktuelle Studie(1) jedoch aus 2015, in der 51 Experten  aus 13 Ländern zu diesem Thema befragt wurden, kommt beim Wechselspiel von Arthrose und der Erzeugung von Schmerz zu anderen Schlussfolgerungen.

In dieser Studie kam heraus, dass es sich bei einer Arthrose eher um ein Artefakt bzw. Teilstück der gesamten "Gelenkgesundheit" handelt. Vielmehr muss eine Arthrose von Fall zu Fall sehr unterschiedlich bewertet und therapiert werden.

Es kann daraus gefolgert werden, dass die vertraute Ursache-Folge-Beziehung zwischen Arthrose und der Verursachung von Schmerz auch aus wissenschaftlicher Sicht immer mehr in Frage gestellt wird.

Osteopathen, Physiotherapeuten und andere Therapeuten beobachten in dieser Hinsicht ebenfalls andere Zusammenhänge, welche die obengenannte Vorstellung "Arthrose ist doch nicht heilbar und erzeugt Schmerzen" nicht stützen kann. Vielmehr geht es Patienten mit einer Arthrose und Schmerzen nach osteopathischen oder physiotherapeutischen Behandlungen besser und Sie berichten über weniger Beschwerden. Wie kann das sein und was passiert da im Körper, dass nach einer oder mehreren manuellen Behandlungen der Körper weniger Schmerz meldet? Hat sich der Knorpel verbessert, die Körperphysiologie und Biomechanik verändert oder wurden Schmerzrezeptoren gehemmt?

 

Ich möchte Sie hiermit einladen auf eine gemeinsame spannende Forschungsreise zu gehen. Nehmen wir den Bereich Knorpel - und Knochengesundheit aus Sicht der Osteopathie und Naturheilkunde unter die Lupe, und unternehmen wir den Versuch eine Brücke zur aktuellen Wissenschaft und modernen Präventionsforschung zu schlagen.

Ich freue mich auf Sie!

 

Fortsetzung folgt..

 

Ihr

Robert Nier M.Sc. (Ost.) D.O.

 

Quelle:

1.) French, Simon D., et al. “What do people with knee or hip osteoarthritis need to know? An international consensus list of essential statements for osteoarthritis.” Arthritis care & research 67.6 (2015): 809-816.


Der Beruf Osteopath

Wusten Sie, dass die Osteopathie in vielen anderen Ländern inzwischen bzw. auch schon seit Jahrzehnten als eigenständiger Beruf etabliert ist. Die Osteopathie ist z.B. in England, Frankreich, Belgien, der Schweiz, Portugal, Brasilien, Australien oder Neuseeland als eigenständiger Beruf in das dort bestehende Medizinsystem implementiert. In Deutschland ist Osteopathie eine Heilkunde und darf bisher nur von Heilpraktikern und Ärzten praktiziert werden. Ob es in Zukunft auch einen Beruf Osteopath geben wird, oder die Osteopathie weiterhin den Heilpraktikern und Ärzten vorbehalten bleibt ist ungewiss. Es gibt dazu momentan sehr unterschiedliche Meinungen der unterschiedlichen Interessenvertretungen aus den verschiedenen Berufsgruppen aber auch aus Wirtschaft und Politik.

Egal welche Lösung bzw. Regulierung für Deutschland dabei herauskommt, wichtig ist jedenfalls, dass Patienten sich in Zukunft darauf verlassen können, dass die Osteopathie nur von hochqualifizierten osteopathisch tätigen Therapeuten praktiziert werden kann!


Osteopathie mindert Schmerzen nach Herz-OP

 

Die Carstens-Stiftung hat die Ergebnisse einer Mailänder Studie vorgestellt über den Einsatz der Osteopathie nach Herz-Operationen mit Durchtrennung des Brustbeins.

 

Demnach lindern zusätzliche osteopathische Anwendungen neben den herkömmlichen rehabilitativen Behandlungen signifikant die Schmerzen und vergrößern das Atemvolumen der Patienten.

Quelle: www.carstens-stiftung.de